Richtlinien zur Organtransplantation gem. § 16 TPG Richtlinie gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 Nrn. 2 u. 5 TPG  für die Wartelistenführung und Organvermittlung zur Herz- und Herz-Lungen-Transplantation https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/RL/RiliOrgaWlOvHerzTx20210907.pdf

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Statistiken zur Organtransplantation im Überblick

Hier finden Sie sieben monatlich aktualisierte Grafiken zur Transplantation in Deutschland

Aktuelle Statistik


 


 

 

 

Quelle: DSO

 

 

Dominotransplantation


Nach der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO):
Wird einem Patienten ein Organ, das versagt hat, entnommen und durch ein gespendetes Organ ersetzt, können noch gesunde Teile des entnommenen Organs (z.B. Herzklappen, Leberteile) einer weiteren Person transplantiert werden. Die Dominospende ist eine Sonderform der Lebendspende und muss die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen. 

Leber

Eine spezielle Stoffwechseldysfunktion der Leber (Amyloidose) kann verschiedene innere Organe schädigen (Herz, Gastro-Intestinaltrakt sowie peripheres Nervensystem). Ein solcher Patient ist ein Kandidat für eine Lebertransplantation und kann gleichzeitig seine Leber spenden. Der Patient benötigt eine neue Leber, weil die Dysfunktion schon weitere Organe angegriffen hat und er sonst zu sterben droht. Mit der Leberübertragung ist der Defekt beseitigt. Seine Leber (mit dem Enzymdefekt) ist aber ansonsten funktionell und anatomisch in Ordnung. Diese Leber kann auf einen anderen Menschen übertragen werden, weil der zu erwartende Organbefall durch die Dysfunktion erst in 20 bis 30 Jahren zu erwarten ist. Ältere Patienten sind daher Kandidaten für eine solche Übertragung, wenn sie wegen des bestehenden Organmangels akut zu sterben drohen. 

Herz-Lunge

Bei Lungentransplantationen kann es aus operationstechnischen Gründen nötig sein, Herz und Lunge einer Person gemeinsam zu transplantieren. Das dem Patienten entnommene, gesunde Herz kann einer weiteren Person gespendet werden.

Quelle: http://www.gbe-bund.de/glossar/Dominotransplantation.html






                     Angehörigenbetreuung 

Der Beistand für Angehörige von Organspendern ist ein zentrales Anliegen der DSO, das nicht nach der Organspende endet.

    

Allen Krankenhäusern bietet die Koordinierungsstelle Unterstützung bei der     Angehörigenbetreuung an. Dies beinhaltet in der Akutsituation idealerweise das gemeinsame  Angehörigengespräch mit behandelndem Arzt und DSO-Koordinator und im Folgenden die Betreuung auf der Station. Im Anschluss an die Organspende werden die Angehörigen auf Wunsch über die Transplantationsergebnisse in einem Brief informiert. Auch nach einer Spende können sich Angehörige mit ihren Fragen immer wieder an die DSO wenden. Viele von ihnen nutzen zudem das Angebot der sogenannten Angehörigentreffen, bei denen Familien von Organspendern unter psychologischer Begleitung eine Austauschmöglichkeit finden.

   

Gespräch mit den Angehörigen
Voraussetzung für eine Organspende ist neben dem zweifelsfrei festgestellten     irreversiblen Hirnfunktionsausfall auch die Zustimmung des Verstorbenen. Vor einer möglichen Organspende werden in jedem Fall Gespräche mit den Angehörigen geführt, auch wenn eine Zustimmung vorliegt. Da bislang nur relativ wenige Menschen zu Lebzeiten eine schriftlich dokumentierte Entscheidung zur Organspende getroffen haben, werden in neun von zehn Fällen jedoch die Angehörigen um eine Entscheidung nach dem mündlichen oder dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen gebeten. Ziel des Angehörigengesprächs ist es dann, die Familie bei der Entscheidungsfindung zu begleiten und eine     stabile Entscheidung im Sinne des Verstorbenen zu finden. Im Idealfall sollte das Gespräch vom behandelnden Arzt zusammen mit einem Koordinator der DSO geführt werden. Denn die DSO-Koordinatoren können den Familienmitgliedern ausführlich und ohne Zeitdruck zur Verfügung stehen und umfassende Informationen zu den Themen Organspende und Transplantation geben. Um die   Koordinatoren sowie Ärzte auf diese emotional belastende Situation     vorzubereiten, schult die DSO in Zusammenarbeit mit einer Psychologin ihre Koordinatoren zum Thema „Entscheidungsbegleitung für Angehörige (EfA)“ seit 2008 und bietet seit 2010 auch bundesweit Krankenhäusern Workshops zu diesem Thema an.

   

Angehörigenbefragung
Wie wichtig eine umfassende Begleitung der Hinterbliebenen ist, zeigt eine Angehörigenbefragung der DSO-Region Mitte von 2004 bis 2017. Sie beleuchtet die Situation und Bedürfnisse der Spenderfamilien während der Akutsituation und im Nachhinein. Die Umfrage brachte durchweg positive Ergebnisse: Über 90 Prozent würden wieder so entscheiden und ein Drittel gab sogar an, dass die     Organspende eine Hilfe war, den Verlust eines geliebten Menschen zu     verkraften.    

   

Angehörigentreffen
Schon früh hat die DSO erkannt, dass sich viele Angehörige eine weitere     Betreuung und den Austausch mit anderen Betroffenen wünschen. Da die bestehenden Selbsthilfegruppen für Transplantierte oder Wartelistepatienten diese Lücke nicht schließen können, bieten die DSO-Regionen Angehörigentreffen, teilweise auch mit der Ausrichtung auf Eltern von kindlichen Organspendern, an.

   

In der DSO-Region Ost  entstand der Verein zur Förderung der Organspende e. V. Nicht  zuletzt setzt sich die DSO für eine höhere gesellschaftliche Anerkennung von Organspendern und ihren Familien ein. Die Koordinierungsstelle dankt im Rahmen vieler Veranstaltungen den Organspendern und ihren Angehörigen und würdigt ihre Entscheidung.        

   

Termine von Angehörigentreffen können Sie direkt bei der     Organisationszentrale Ihrer DSO-Region erfragen.    

Dankesbriefe von Transplantierten

Für viele Empfänger ist es ein Herzenswunsch „Danke“ zu sagen. Schließlich ist das  Geschenk eines lebensrettenden Organs von unschätzbarem Wert. Es gibt die Möglichkeit, diesen Dank in Worte zu fassen und einen Brief zu schreiben.       
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland erlauben seit dem 1. April 2019 wieder die Weiterleitung anonymer Briefe zwischen dem Organempfänger     und der Angehörigenfamilie des Spenders. Die Voraussetzung ist, dass beide Seiten ihr Einverständnis dafür erteilt haben. Nach wie vor muss die Anonymität beider Seiten gewahrt bleiben. Daran hat sich mit dem neuen Gesetz nichts geändert.       

Für viele Angehörige ist das Lesen eines Dankesbriefes ein besonderes und sehr emotionales Ereignis.Es wird als Bestätigung aufgefasst, das Richtige getan zu     haben.

   

Vielleicht haben Sie dazu Fragen: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Brief? Wie finde ich die passenden Worte? Wohin schicke ich den Brief? Wie geht es     weiter? Mit dem Flyer "Wie kann ich Danke sagen?" möchten wir Ihnen eine kleine Hilfestellung geben.    

   

Gerne können Sie sich mit Ihren persönlichen Fragen auch an uns wenden unter:                                       dankesbrief@dso.de    

 
https://www.dso.de/SiteCollectionDocuments/Dankesbriefe/Flyer_Dankesbrief_Transplantierte.pdf